Die Bürgerinitiative

Gegen die Planung eines großen Windparks - nur 800m von Bliesendorf - und nur 600m von der Siedlung Resau entfernt - hat es aus unserem Dorf fast 350 Einwendungen gegeben.

Die Stadt Werder (Havel) hat sich ebenso wie die Ortsbeiräte Bliesendorf und Glindow gegen das Projekt ausgesprochen.

Wir meinen:

  • Der Landkreis Potsdam Mittelmark hat mit vier Prozent seiner Fläche den Beitrag zur Energiewende bereits erfüllt. Eine weitere Beeinträchtigung unserer Kulturlandschaft ist unnötig und verschlechtert unsere Lebensqualität. Insbesondere die geplante Rodung von über 100 Hektar Wald nahe Bliesendorf würde allein die Lärmbelästigung durch die Autobahn für die Anwohner erheblich verstärken - mit zusätzlichem Lärm - plus unter anderem Vibrationen (Infraschall) und Schattenwurf (Schlagschatten) durch die Windräder.
  • Der Wald und die Bliesendorfer Heide sind zudem wichtige Naherholungsgebiete. Waldrodung bedeutet auch: Vernichtung der dort heimischen Tier- und Pflanzenwelt! Werder ist staatlich Anerkannter Erholungsort und setzt langfristig auf die Entwicklung von Tourismus!

 

Wir fordern daher:

  • Kein weiterer Flächenverbrauch zu Lasten der Menschen, der Natur und der Landschaft! Die Landesregierung muss die gesetzlichen Vorgaben zugunsten der Menschen, die hier leben, anpassen!
  • Windkraftanlagen müssen einen Mindestabstand zur Wohnbebauung einhalten. Wir fordern einen Abstand vom mindestens zehnfachen der Höhe der Windkraftanlagen. Für Bliesendorf und Resau bedeutet das: mindestens 2 Kilometer Abstand zur Wohnbebauung.
  • Bei sehr leistungsstarken Anlagen (3MW) fordern wir internationale Mindestabstände wie in Großbritannien von mind. 3 km. 
  • Keine Windkraftanlagen in Waldgebiete.